





Die folgende von eFuelsNow erstellte Karte zeigt Tankstellen mit HVO/XtL Diesel. Das sind keine E-Fuels (PtL). Aber es sind auch synthetische Kraftstoffe („reFuels“ ,mit R!). Es ist KEIN Biodiesel! Es ist ein Kraftstoff, der besonders klimafreundlich ist und sauberer verbrennt. Weiterer Vorteil ist (bei den meisten Modellen) ein ruhigerer Motorlauf und die etwas bessere Performance. HVO wird aus verschiedensten biogenen Abfallstoffen hergestellt (nicht nur verbrauchtes Pflanzenöl !). Die Karte wird regelmäßig, so gut wie möglich, aktualisiert. Falls Sie eine neue Tankstelle entdecken, eine Adresse entfallen sein sollte, oder Fragen haben, freuen wir uns über Nachricht (info@efuelsnow.de). Bevor Sie die Karte zum Tanken nutzen, bitte um Beachtung der wichtigen Informationen unter Reiter 2 !
Kartennutzung:
Die Webseite und die darin enthaltenen Informationen können gerne für wissenschaftliche und publizistische Zwecke erwähnt und verlinkt werden (bitte mit Quellenangabe : eFuelsNow). Die Karten-Daten sind vom Urheber geschützt. Eine Vervielfältigung oder Nutzung der Daten in fremden Applikationen ist nicht gestattet! Bei Rückfragen schreiben Sie bitte ein E-Mail an uns. Außerdem wird die Karte fast täglich aktualisiert. Es kommen ständig neue Stations-Daten hinzu, wichtige Informationen ändern sich (z.B. zu Bezahlung, Beimischungshöhe etc).

Anzahl – Stand Juni 2026:
| Markierte Stationen (cirka) | Weltweit | Europa | Deutschland | USA / Kanada (vorallem Westküste) |
| HVO100 | 8.350 | 695 | HVO100 gibts nicht, aber ein ähnliches Produkt (Zeile drunter) | |
| HVO Blends | 8750 (bis 50% HVO) | 1.715 (14-33% HVO) | 1.800 (51-99% HVO) markiert | |
| insgesamt | 18.900 | 17.100 | 2.410 | 1.800 markiert (über 3000 geschätzt) |
Fünf Stationen sind auch in Asien verzeichnet


Zwischen September 2024 und Juni 2026 hat sich die Anzahl der Stationen verdoppelt; aktuell kommen monatlich etwa 150 bis 200 Tankstellen hinzu. Haupttreiber waren bisher Spanien und Italien. Weltweit gehen wir von weit über 25.000 Stationen aus (HVO100 und HVO-Blends).
Stand 2026 bieten über 2.400 Stationen in Deutschland HVO100 oder HVO-Blends an. An jeder sechsten deutschen Tankstelle kann man HVO-haltigen Diesel tanken. Vermutlich sind es sogar noch mehr, da uns nicht von allen Angeboten der genaue HVO-Anteil bekannt ist. Für Dieselfahrer ist es somit schon heute flächendeckend möglich, ihren fossilen Fußabdruck zu reduzieren.
Deutschland könnte jedoch deutlich weiter sein, wenn nicht weiterhin Kraftstoffe mit hohem fossilen Anteil als „Schutzsorte“ vorgehalten werden müssten. Super E5 blockiert wertvolle Tankkapazitäten für HVO, während es im Ausland oft schon aus dem Angebot genommen wurde. Fast alle heute zugelassenen Benziner vertragen problemlos E10. Für skeptische Autofahrer könnten – ähnlich wie nach dem Auslauf des verbleiten Benzins Ende der 90er-Jahre – Additive angeboten werden.
Wenn Sie wissen möchten, wo die meisten HVO-Tankstellen sind und wo es das dichteste Tanknetz gibt, scrollen Sie zu Reiter 8. Dort finden Sie Folien einer Tanknetz-Auswertung auf Basis der Zahlen vom Mai 2026.


Allgemeines
Mehr technische Infos zu HVO gibt es an unserer virtuellen Tankstelle
Hier geht´s zur Zapfsäulenübersicht (PDF) mit Fotos und Übersichts-Listen sämtlicher HVO-Kraftstoffe weltweit.
Generell gilt: Aufgrund der großen Fahrzeugflotte haben auch geringe Beimischungen einen enormen Klimahebel. Fünf Autos, die mit HVO20 fahren, bewirken denselben CO₂-Minderungseffekt wie ein Auto mit HVO100. Während die meisten Tankstellen einen stabilen Blending-Anteil haben, bieten einzelne Stationen in einigen Ländern jahreszeitlich oder logistisch bedingt (z. B. je nach Verladehafen) schwankende HVO-Beimischungen an. In diesen Fällen wird der Durchschnittsanteil angegeben. Die Daten stammen direkt von den technischen Abteilungen der Tankstellenketten, aus Datenblättern sowie aus Internet-Recherchen.
Virtuelle Karte in Google Earth:
Sie können die Tankkarte auch 3-Dimensional ansehen, per Google Earth. Jede einzelne Station kann man virtuell anfliegen, wie mit einer Drohne ! Den Weg in die virtuelle Welt finden Sie unterhalb der Tankstellenkarte => Link.
Allgemeines:
Tagesaktuelle HVO100-Tankstellenpreise in Deutschland findet man auf Clevertanken (PC + App-Anwendung). Die Preise für Italien-Urlauber findet man bei Prezzi Italia (nur als App). Eine ungefähre, gemittelte Preis-Übersicht verschiedener Länder findet man in Reiter 11. Generell: Unsere Tankstellenkarte ist auch auf der der umfangreichen Webseite von „HVO100 goes Germany“ integriert. Sie wird von namhaften Universitäten genutzt, wie u.a. der reFuel Abteilung des Karlsruher Instituts für Technologie(KIT) . Primärer Zweck der Karte ist es den Forschern, die Möglichkeit zu bieten den Hochlauf des Tanknetzes zu beobachten. Dafür war die Karte ursprünglich gedacht.
Partner:
Folgende Punkte bitte beachten:
- Wichtig: Die Karte richtet sich primär an Wissenschaft und Politik. Autofahrer sind herzlich willkommen. Die Tanknutzung ist aber nur eine Sekundär-Funktion ! Die von einer Person, aus persönlichem intrinsischem Engagement und Leidenschaft erstellt wurde. Damit möchte ich die Arbeit der Universitäten bei der Aufklärung zu diesem wichtigen Thema unterstützen.
- Zur mobilen Suche empfehlen wir die Apple und Android-App. Wir bitten unbedingt vor dem „Losfahren“ erstmal alle Stations-Infos zu lesen und sich mit der Zapfsäulenübersicht vertraut zu machen!! Die Stationsinfos erhalten Sie durch Drücken auf das jeweilige Stations-Icon auf der Karte.
- In der Zapfsäulenübersicht wird nochmal in Bildern gezeigt, woran man eine HVO100 Zapfsäule oder eine HVO-Beimischung erkennt. HVO100 hat immer das Etikett XTL. Eine HVO Beimischung kann aber auch „Diesel B7“ heissen. HVO-Beimischungen sind nicht immer von außen erkennbar.
- Sämtliche Informationen bekommen wir entweder von den Webseiten der großen Konzerne, über Datenblätter oder durch Informationen direkt von den Tankketten selbst. Die Mitarbeiter an der Kasse wissen oft nicht was drin ist. Wir haben Kontakt auch über die deutschen Grenzen hinaus Kontakt. Viele Tankstellen, auch in Nordamerika bin ich schon selbst angefahren. Trotzdem ist es nicht möglich, alle Informationen (Preis, Bezahlung, technische Defekte, exakter Eröffnungstag) tagesaktuell bereitzustellen. Daher handelt es sich um eine Sekundär-Funktion, von guter Qualität, im Rahmen der umsetzbaren Möglichkeiten. Wir freuen uns auch über Ihre Vor-Ort-Infos info@efuelsnow.de .
- Aus der Icon-Überschrift geht hervor, ob es sich um PKW– oder Truck-Stationen handelt (siehe Tabelle). Auch PKWs können an Truck-Stationen tanken (siehe Reiter 10). In der Apple- und Android-App kann über die Such-Funktion nach PKW- und Truck-Stationen gezielt gesucht werden (Suche = Lupen-Symbol)


Im folgenden Text erklärt der Ersteller der Karte seine Motivation:
Als Ingenieur beschäftigt man sich während seines Studiums und im Beruf mit naturwissenschaftlichen Gesetzen. Es ist ein kreativer Beruf, in dem man alle technischen Möglichkeiten für Umwelt und Kunden nutzen will. Als leidenschaftlicher Autofahrer durchquerte ich viele Länder, in denen es regenerative Kraftstoffe wie HVO schon seit vielen Jahren zu tanken gibt. Wenn man dann feststellt, dass sich deutsche „Klimaschutz“-Vereinigungen und ihre politischen Vertreter seit langer Zeit über den CO2-Ausstoß im Verkehr beschweren, sie aber gleichzeitig sämtliche technischen Lösungen blockieren, dann stellt man sich ernsthafte Fragen. Geht es hier überhaupt um Klimaschutz oder geht es um ein anderes Thema? HVO100 gibt es schon seit ca. 2013 an Tankstellen in Nordeuropa und Kalifornien. In Deutschland durfte er aber bis Mai 2024 nicht verkauft werden. Dabei wurden technisch haltlose Begründungen vorgeschoben. Ähnliches sieht man auch in anderen Themengebieten (z. B. die jahrelange Blockade bei klimaneutralen CCU/CCS-Kraftwerken oder die unvollständige CO2- und Effizienzbetrachtung bei Fahrzeugantrieben inklusive Fahrzeug- und Infrastruktur-Footprints, Stromerzeugung usw.).
Das Primärziel der Karte sind wissenschaftliche Zwecke, um Universitäten bei der Beobachtung des Tanknetzes zu unterstützen. Gleichzeitig sollen aber auch die angeblich „nirgendwo vorhandenen Tankstellen“ für jedermann deutlich sichtbar gemacht werden. Maßnahmen zur CO2-Reduktion müssen wieder ehrlich bewertet werden. Das heißt energie-fokussiert, nach marktwirtschaftlichen und naturwissenschaftlichen Gesetzen. Klimaschutz hat mit Energie zu tun, aber nichts mit Antrieben. Denn jeder Antrieb kann defossilisiert werden. Aber nicht für jeden Kunden eignet sich jeder Antrieb. Nur eine ehrliche Betrachtungsweise kann einer sozialistischen Instrumentalisierung des Umweltschutzes entgegenwirken.
Und damit kommen wir zu einem sehr, sehr wichtigen Anliegen: der Stärkung der Sozialen Marktwirtschaft. Das ehrenwerte Thema des Umweltschutzes darf nicht zu einem sozialistischen Knüppel verkommen.
Das Foto des unten abgebildeten Mannes stammt aus meinem eigenen Fotoalbum. Aus erster Quelle weiß ich, worum es unserem legendären deutschen Wirtschaftsminister und Bundeskanzler Ludwig Erhard ging: Dem Arbeiter soll ehrlich geholfen werden. Denn in Bonn wusste man: Ehrenwerte Themen dürfen nicht instrumentalisiert werden. Das unehrliche und gescheiterte Gegenbeispiel aus dem Ostblock ist noch allzu gut bekannt. Genau deshalb soll auch heute der Umwelt (und dem Arbeiter) ehrlich geholfen werden. Das Wort „Minister“ kommt von „dienen“ (lateinisch „ministrare“). In der Marktwirtschaft gibt der staatliche Dienstleister ausschließlich in Absprache mit seinem Auftraggeber (dem Bürger) die Ziele vor. Kunden und Ingenieure entscheiden individuell über den Weg dorthin. Im marktwirtschaftlichen Wettbewerb kommt immer das beste Produkt zum Ziel, weil ausschließlich Anwendungs- und Produktexperten entscheiden. Gegenbeispiel: In Ländern mit planwirtschaftlicher Mangelwirtschaft wurde der staatliche Markteingriff auch als Machtmonopol missbraucht („Wenn du brav bist, bekommst du“). Dies steht den Werten einer aufgeklärten westlichen Gesellschaft im 21. Jahrhundert diametral entgegen. Man muss nichts zuteilen, wenn es weltweit mehr grüne Energie gibt, als die Welt braucht (siehe auch Grafiken des DLR). Mit Mangel kann man nun mal nicht das Weltklima retten. Umweltschutz braucht Geld und Menschen, die mitmachen. Wir müssen deshalb wieder mehr denken wie Ludwig Erhard. Deshalb brauchen wir wieder mehr bunte Technologietoleranz sowie Kundenorientierung und Bonner Realitätssinn.
Gewidmet ist die Karte der Person, die mir all diese Zusammenhänge beigebracht hat (meinem Großvater), sowie dem Vater der Sozialen Marktwirtschaft, Ludwig Erhard (den er persönlich kannte).


Auf unserer virtuellen Tankkarte sind bisher ausschliesslich synthetische HVO/XtL Kraftstoffe (und keine eFuels) verzeichnet. HVO ist kein E-Fuel. Aber beide Kraftstoffe gehören zur Gruppe der synthetischen reFuels. Sie sind unterschiedlich und haben doch eindeutige Gemeinsamkeiten. Denn sowohl E-Fuel, als auch HVO entsprichen (als Diesel) der Norm DIN EN15940. Und künftig wird es auch eine Art „Zwitter“-Kraftstoff geben (siehe abfallbasierter E-Fuel, HAW Hamburg). Die Grafik des Karlsruher KIT ermöglicht eine anschauliche Darstellung zur Unterscheidung der Begriffe. Ganz wichtig: Es geht hier nicht um Biodiesel oder Ethanol ! Das sind Biokraftoffe der 1. Generation, die in Reinform i.d.R nicht verträglich sind und einer Umrüstung des Motors bedürfen. Refuels sind nicht aggressiv. Man kann sie auch in Reinform tanken.
Abbildung des Karlsruher KIT (Abteilung reFuels, Dr. Toedter)
- E-Fuels produziert man in Sonnen- und windreichen meist südlichen Ländern (Analogie Orange).
- Abfallbasierte Kraftstoffe brauchen sehr wenig Strom, daher kann man sie auch in nördlichen Ländern herstellen (Analogie Apfel).
Entgegen der allgemeinen Annahme es gäbe nur „ein, zwei Mini-Analgen“ zur Produktion von E-Fuels. Das werden mittlerweile immer mehr, siehe weltweite Karte.



Mehr Infos zu den verschiedenen regenerativen Kraftstoffen gibt es an unserer virtuellen Tankstelle.
Das einzige Unterscheidungsmerkmal ist die ca. 6 % geringere Dichte von HVO100-Dieselkraftstoff (DIN EN 15940), da die Aromaten fehlen. Alle restlichen Eigenschaften werden erfüllt oder übererfüllt. Das gilt auch für die Schmiereigenschaften, da HVO standard-mässig immer vom Kraftstoffhersteller additiviert wird. Dazu verpflichtet die Norm DIN EN 15940. Aufgrund der fehlenden Aromaten ist HVO ein deutlich hochwertigere Kraftstoff, der sauberer verbrennt und den Motor weniger verkokt. Außerdem laufen die meisten Motoren deutlich ruhiger und hängen besser am Gas.
Kurzum: Beimischungen von bis zu 26 % HVO entsprechen der Dieselnorm DIN EN 590, für die heute jeder Diesel zugelassen ist. Jenseits der 26 % HVO ist die Einhaltung dieser Norm sehr unsicher und spätestens ab 45 bis 50 % gar nicht mehr möglich. In einigen Ländern mit sehr hohen Beimischungen, wie zum Beispiel in Kalifornien oder in nordischen Ländern, kann der Anteil im Standard-Dieselkraftstoff weit darüber liegen (siehe das Bilder in Reiter 6). Dort enthält der Standard-Diesel bis zu 40 % HVO. In Kalifornien findet man an den meisten Stationen von 76 nur noch HVO („Renewable Diesel“) mit ca. 95 % HVO-Anteil. Selbstverständlich sind auch in diesen Ländern nicht alle Dieselfahrzeuge nach der neuen Norm freigegeben worden. Dennoch sind keine Probleme bekannt – und das, obwohl der Kraftstoff dort schon seit über zehn Jahren verkauft wird.
Mehr Infos zu den verschiedenen regenerativen Kraftstoffen gibt es an unserer virtuellen Tankstelle.
HVO100 in der Praxis: Warum der Kraftstoff auch ohne offizielle Freigabe funktioniert
Während große Institutionen aus administrativen Gründen strikt auf Herstellerfreigaben verweisen müssen, sprechen wir als Ingenieure aus jahrelanger Praxiserfahrung: Wir tanken HVO seit Hunderttausenden Kilometern in unseren privaten Fahrzeugen – fast alle ohne offizielle Freigabe. Letztlich entscheidet jeder Kunde selbst, doch der „Hausverstand“ hilft dabei. Eines unserer Fahrzeuge hat bereits über 240.000 Kilometer ohne Freigabe zurückgelegt.
HVO ist kein Biodiesel HVO ist ein synthetischer Kraftstoff der neuesten Generation. Im Gegensatz zu herkömmlichem Biodiesel (FAME) ist er extrem verträglich, alterungsbeständig und resistent gegen Dieselpest. Er ist nicht aggressiv und daher auch für den Einsatz als Reinkraftstoff geeignet.
Normerfüllung und Qualität : An Tankstellen verkauftes HVO100 muss der Norm DIN EN 15940 entsprechen. Der einzige wesentliche Unterschied zum fossilen Diesel (DIN EN 590) ist eine um ca. 6 % geringere Dichte; alle anderen Werte werden erfüllt oder übertroffen. Durch vorgeschriebene Additive bietet HVO hervorragende Schmiereigenschaften weit abseits kritischer Werte. Die Einhaltung der Norm wird regelmäßig überprüft.
Internationale Langzeiterfahrung : In Ländern wie Norwegen oder Kalifornien wird HVO seit den 2010er-Jahren in riesigen Mengen verkauft. In Kalifornien lag der Marktanteil im Dieselbereich zuletzt bei über 65 %, in Norwegen enthält Standarddiesel oft bis zu 40 % HVO (weit über der regulären Normgrenze). Zu den dadurch bedingten Motorschäden kam es nie. Der HVO-Erfinder Neste betont die Eignung für alle Dieselmotoren, und skandinavische Tankstellen werben explizit bei älteren Fahrzeugen mit dem Slogan: „Ändern Sie nicht das Fahrzeug, sondern den Kraftstoff.“
Wissenschaftliche Absicherung
- Karlsruher Institut für Technologie (KIT) : Bestätigte in einem 800.000-km-Dauertest mit Logistikern die absolute Problemlosigkeit.
- Universität des Saarlandes: Auch im Institut von Prof. Heintze wurden zahlreiche Tests mit positiven Testergebnisse abgeschlossen.
- Motorinstandsetzer: Loben die sauberere Verbrennung, die Verkokungen minimiert und das Abgasnachbehandlungssystem entlastet (bestätigt u. a. durch Motoranalysen nach 60.000 km).
Generell gilt: Bei Fahrzeugen ohne Freigabe mit Common-Rail- und Pumpe-Düse-Einspritzung sind uns trotz intensiver Recherche keinerlei Probleme bekannt. Diese machen ca. 99% des heute zugelassenen Bestandes aus. Eine lückenlose Nachzertifizierung aller Altbestände scheitert rein an bürokratischem und finanziellen Aufwand. Dass Normen sich mit technischen Fortschritt weiterentwickeln, zeigt die Geschichte: Fahrzeuge vor Baujahr 1993 wurden nach der alten DIN 51601 für schwefelreichen Kraftstoff gebaut – sie müssten heute stillstehen, wenn man sich starr an alte Normen halten würde.Sogar Hersteller selbst nutzen den Kraftstoff für ihre Klassiker ohne offizielle Freigabe (z. B. BMW mit einem E46 Coupé auf der „Tour d´Europe“).
Der Blick richtet sich auf ältere Fahrzeuge und Oldtimer vor Baujahr 1998. Diese mindestens (fast) 30 Jahre alten Fahrzeuge sind in der Regel mit mechanischen oder elektrischen Verteiler- oder Reihen-Einspritzpumpen ausgestattet. Sie machen heute nur noch maximal 1% des Fahrzeugbestandes aus.. Auch diese Fahrzeuge müssen nur in Einzelfällen für HVO präpariert werden, wie der intensive Einsatz von HVO auf Oldtimer-Fahrten beweist (siehe auch hier).
Für solche Oldtimer / Youngtimer gilt:
- In keinem einzigsten Fall kam es wegen HVO100 zu einem Motorschaden. In allen Fällen konnte mit einfachen Mitteln das Fahrzeug „HVO-Ready“ gemacht werden.
- Dichtungen/Leitungen: Fossiler Kraftstoff enthält Aromaten, die Dichtungen während der Nutzungsdauer aufquellen lassen. Diese können in Einzelfällen nach Einsatz von HVO wieder zusammensacken und undicht werden. Lösung: In diesem Fall baut man neue Dichtungen z.B. an der Kraftstoffpumpe ein und fährt danach ausschließlich HVO. Danach bleibt das Fahrzeug dicht. Die kritischen Materialien wurden zwischen 1995 und 1998 optimiert. Uns sind nur sehr wenige derartige Fälle bekannt.
- Einspritzpumpen: Bei Fahrzeugen mit mechanischer Kraftstoff-Pumpe kann im Einzelfall eine minimale Anpassung des Förderbeginns für volle Leistung sinnvoll sein. Solche Pumpen wurden bis Anfang der 90ziger Jahre verbaut.
- Praxisbeweis: Trotz vereinzelter Bedenken im Vorfeld steht fest: Auch der Betrieb von Vorkammermotoren ist unbedenklich. Ob ein Mercedes W123 (Bj. 1982) im eigenen eFuelsNow-Fuhrpark, historische Traktoren, Unimogs, Feuerwehren oder auf Oldtimer-Rallyes – HVO funktioniert überall problemlos. Das Forschungseinrichtungen (wie u.a. das KIT) haben die HVO-Verträglichkeit bei Vorkammermotoren untersucht. Den Forschern sind trotz intensiver Untersuchungen keinerlei Probleme bekannt.
Die Vorteile von HVO100 im Überblick:
- Ruhigerer Motorlauf (besonders bei älteren Aggregaten)
- Saubere Verbrennung, weniger Ruß und Entlastung des Abgassystems (teils geringerer AdBlue-Verbrauch)
- Bis zu 90 % geringere CO₂-Emissionen (im Treibhausgas-Kreislauf)
- Deutlich reduzierte lokale Emissionen: -9 % Stickoxide (NOx), -33 % Feinstaub, -30 % Kohlenwasserstoffe (HC), -24 % Kohlenmonoxid (CO)
Fazit: Die Freigabefrage betrifft primär Neufahrzeuge in der Garantiephase – wobei das Risiko eines Motorschadens mit HVO nachweislich am geringsten ist. Zudem sind fast alle modernen Diesel mittlerweile ab Werk für HVO/XTL freigegeben. Am Ende entscheidet jeder selbst.

Standard-Diesel in Norwegen mit bis zu 40% HVO (nach bisheriger Norm sind nur 26% HVO gestattet). Kann man noch, ohne Motorschaden,nach Norwegen fahren?


An den meisten kalifornischen 76 Stationen findet man nur noch eine einzige Diesel-Zapfsäule mit Renewable Diesel (HVO95). Wo tanken jetzt all die nicht freigegeben Fahrzeuge?
Laut Fachleuten wie Prof. Willner (HAW Hamburg) und dem Fachbereich reFuels des Institut des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ist der Feedstock zur Herstellung von HVO bei weitem noch nicht ausgereizt. Im Frühjahr 2026 publizierte das KIT eine namhafte Studie, die zeigt, dass der gesamte europäische Bedarf mit restoffbasitem Kraftstoffen abgedeckt werden kann. Dabei sind die zusätzlichen Potentiale strombasierter E-Fuels noch gar nicht mitbetrachtet worden.
Zu den möglichen Produktions-Mengen, anbei ein Zitat aus einem Artikel von SpringerNature (inklusive Interview mit Prof Willner):
Nach einer Hochrechnung des finnischen Konzerns Neste könnten bis 2040 bei Nutzung sämtlicher Reststoffe und voller Auslastung jährlich bis zu 1.000 Mt erneuerbarer Kraftstoffe hergestellt werden. Das entspricht circa 40 % des weltweiten Verkehrsbedarfs (Straßenverkehr, Schiff und Flugzeug). Diese Zahlen decken sich auch mit Erhebungen von Professor Dr. Thomas Willner vom Department Verfahrenstechnik der HAW Hamburg. Zusätzlich gibt es nach einer Studie, die Willner vorliegt, noch ein großes HVO-Potenzial von circa 200 Mt pro Jahr auf Jatropha-Basis. Jatropha wächst in Wüstenrandgebieten auf marginalen Böden. Diese Menge an HVO aus Jatropha-Öl könnte den Kraftstoffbedarf der gesamten EU decken. Bereits heute existiert in einigen italienischen Kommunen ein gut ausgebautes öffentliches Rücknahme-System für Bioabfälle, die sich zu Kraftstoffen verarbeiten lassen. Die HAW Hamburg arbeitet an dezentralen Anlagen, die direkt beim Reststoffverwerter eingesetzt werden können. Willner betont übrigens auch die hohe Stromeffizienz von HVO. Da viel Energie im Abfall ist, muss bei der Produktion wenig Strom eingesetzt werden. Man fährt daher stromeffizienter als mit dem Elektroauto. Schwedische Umweltbehörden weisen dem Kraftstoff sogar den mit Abstand größten Klimahebel aus, da man sofort mit dem Klimaschutz beginnen kann. HVO ist die zeit-, kosten- und ressourceneffiziente Klimaschutzlösung für den Verkehr.
Firma Neste zur Rohstoffverfügbarkeit ( Quellen: Neste (Text unter dem Film) und Vortrag auf der IAA Nutzfahrzeuge und Artikel der AutoBild vom August 2023)
Die einfache Skalierung regenerativer Kraftstoffe zeigt deutlich: Die planwirtschaftliche Zuteilung für den Schiffs und Flugverkehr ist nicht notwendig. Das liegt auch daran, weil bei der Herstellung von Flugkerosin der Kraftstoff für den Strassenverkehr automatisch als Koppelprodukt entsteht. Eine Fokussierung auf Mini-Sektoren im Bereich des Luft- und Schiffsbereiches würde die Skalierung großindustrieller Produktionsanlagen verlangsamen. Denn für den Investor zählt eine schnelle Amortisation (Return-of Invest). Nicht zuletzt subventioniert jeder PKW-Fahrer an der Tankstelle sein nächstes Flugticket. Der Kostensensible Luft- und Schiffsverkehr kann eine Waren dadurch preisgünstiger und wirtschaftlicher liefern.
Interviews mit Prof Dr. Willner findet man in den Videos unten. Dabei geht er im ersten Beitrag ( aus einer Vorlesung ) u.a. auch um die Rohstoff-Thematik.
Insgesamt ist die Entwicklung von HVO sehr dynamisch, was in einigen Ländern schon zu einem sehr dichten Tanknetz führte (Daten siehe Reiseberichte hier und hier). Zwischen September 2024 und Mai 2026 hat sich die Anzahl an Tankstellen verdoppelt ! Haupttreiber sind vor allem Italien und Spanien. Aber auch andere Länder. Litauen, Irland, Tschechien und Österreich bauten zuletzt ihr Tanknetz massiv aus. Deutschland hinkt etwas hinten nach. Erst seit 29.Mai 2024 ist HVO100 in Deutschland für den offiziellen Verkauf freigegeben. Der Kraftstoff wurde bei uns geraume Zeit künstlich verhindert und auch ein wenig verschwiegen, obwohl er in manchen Ländern schon seit ca. 2015 angeboten wird. Während Super E5 in vielen Ländern zunehmend aus dem Sortiment genommen wurde, versperrt er in Deutschland immernoch notwendige Tank-Kapazitäten. Und das obwohl heute 95% aller Benziner E10 tanken können. Der Rest kann man mit Additiven dazu befähigt werden.
Auf den folgenden Folien aus dem Mai 2026 kann man ablesen in welchen Ländern die meisten Tankstellen zu finden sind. Dabei werden unterschiedliche Perspektiven betrachtet
- Angebotsumfang (HVO100 und/oder HVO Blends)
- Gesamt-Anzahl der HVO100 Stationen
- Durchdringung des nationalen Tanknetzes (HVO100 + HVO Blends)
Die absolute Top-Gruppe beim Aufbau des Tanknetzes sind:
- Schweden
- Kalifornien
- Italien
- Spanien
- Estland
Deutschland und Österreich liegen im Mittelfeld, vergleichbar mit Portugal und Irland. Das HVO100-Tanknetz ist im Land ungleichmäßig verteilt. Durch die hohe Anzahl an Beimischungen (vorallem ARAL Ultimate) ist aber auch in entlegenen Gebieten ein HVO Angebot zu finden (Jede 6. Tankstelle mit HVO100 oder HVO-Beimischungen). In Osteuropa (Ausnahme Baltikum) ist das Tanknetz bisher noch relativ dünn. Tschechien beginnt aber ins Mittelfeld aufzuschließen. In fast allen grösseren Städten ist bereits eine HVO100 Station verfügbar.
Klicken Sie auf die Schaubilder zum vergrössern!



Die Karte erfreut sich mittlerweile großer Beliebtheit. Anbei ein paar Antworten zu Fragen, die uns gestellt wurden.
a) Wie so finde ich in der eFuelsNow-Karte keine E-Fuels?
Der Name „eFuelsNow“ kann für manchen Nutzer verwirrend sein. Er kommt durch den Namen des Erstellers. Das ist der eingetragene Verein eFuelsNow e.V. Dennoch erkennt man bereits an der Schreibweise, dass es hier um etwas anderes geht. Denn der strombasierte Kraftstoff wird anders buchstabiert : E-Fuel (mit E und Bindestrich). Hinzu kommt: Wir können den eingetragenen Namen unseres Vereins nicht einfach ändern. Dennoch können Sie sicher sein, dass sobald die politischen Einwände ausgeräumt sind und E-Fuels erhältlich sind, diese App die erste sein wird, wo Sie den neuen Kraftstoff finden werden. Bis dahin zeigt die App damit verwandte Produkte. Denn HVO-Dieselkraftstoff und E-Fuel-Dieselkraftstoff sind beides synthetische Dieselkraftstoffe nach DIN EN 15940. Außerdem gehören HVO und E-Fuel beide zur Hauptgruppe der reFuels.
b) Könnt Ihr die Karte nicht auf Europa (oder HVO100) beschränken?
Eine Universallösung gibt es nicht. Jeder Nutzer sucht andere Kraftstoffe. Die Beibehaltung der Beimischung ermöglicht es auch dort klimafreundlich zu tanken, wo es noch kein HVO100-Angebot gibt. Außerdem sind die Beimischungen interessant für die Wissenschaftler, für die die Karte primär erstellt wurde. In der App, aber auch in der Google-Ansicht kann nach Bedarf frei gefiltert werden.
c) Gibt es Aufkleber?
Ich habe mir selbst ein paar Aufkleber gemacht und es sind noch ein paar übrig. Man kann sich melden unter info@efuelsnow.de
d) Wird es HVO100 auch bei den großen Tankketten geben?
In Europa ist das ja schon der Fall (siehe Spanien (Repsol), Italien (ENI, Tamoil), Skandinavien (Circle K, Neste, OKQ8). Die Energieunternehmen dieser Länder verfügen über keinerlei eigene Bohrinseln, so dass auch deshalb der Einsatz regenerativer, synthetisch hergestellter Kraftstoffe interessant ist. Die Hauptrolle spielen aber staatliche Regulierungen. Und hier ist ein eindeutiger Widerspruch zwischen laut proklamierten Klimaschutz-Forderungen auf der einen Seite und der aktiven Verhinderung von Klimaschutz-Maßnahmen auf der andern Seite zu beobachten. Warum das so ist, werden vermutlich erst unsere Nachkommen erfahren.
e) Bist Du alle Stationen schonmal abgefahren?
Jede Tankstelle kann man nicht abfahren. Aber JA ! Ich mache regelmäßig grössere HVO-Tank-Touren und war schon in allen Regionen diesbezüglich intensiv unterwegs (auch in den USA). Gleiches gilt für meine Mitstreiter, die ebenfalls immer wieder „on Tour“ sind und einige Follower, mit denen wir regelmäßig schreiben. Von dort kriegen wir natürlich auch Informationen.
f) Woher bekommt Ihr all die Infos über die Tankstellen?
Über die Jahre habe ich mir ein gutes internationales Netzwerk aufgebaut, wo ich regelmässig anfrage bzgl Veränderungen bei den Beimischungen und beim Tanknetz. Desweiteren recherchiere ich fast täglich in ca. 20 Datenbanken. Es ändert sich ja auch nicht dauernd etwas. Aktuell (Stand 2024) kommen alle 2 Wochen ca. hundert Stationen mit 100%igen HVO in Europa hinzu.
g) Wieso machst Du das überhaupt mit der Tankkarte?
Wie im Extra-Reiter erwähnt, motivieren mich die ständigen Falschinformationen über die Verfügbarkeit und Technik synthetischer Kraftstoffe. Viele Argumente – wie die Effizienz – werden oft verkürzt dargestellt. Effizienz ist kein Selbstzweck, sondern muss gesamtheitlich betrachtet werden: Neben der Strom- und Systemeffizienz zählen auch Kosten, Zeit und Ressourcen. In all diesen Punkten ist HVO ein hocheffizienter Weg, da der energetische Ausgangslevel von Abfallstoffen hoch und der Produktionsstrombedarf gering ist (vgl. Berechnungen der HAW Hamburg, Prof. Willner). Um die Öffentlichkeit technisch korrekt zu informieren, arbeiten wir Ingenieure eng mit den Fakultäten mehrerer renommierter Universitäten zusammen, denen diese sachliche Aufklärung ebenfalls ein großes Anliegen ist.
h) Wieso wollen einige Leute keine flüssigen klimafreundlichen Kraftstoffe?
Um diese Frage zu beantworten, hilft ein Blick auf die Debatte: Auffallend ist die Ablehnung flüssiger Energieträger, obwohl diese durch ihre einfache Lagerung und Transportfähigkeit für die weltweite, flexible Mobilität unschlagbar sind. Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Kritik am Energieträger oft als Hebel genutzt wird, um die individuelle Mobilität insgesamt einzuschränken. Denn Strom ist schlecht zu transportieren und zu lagern. Das Stromsystem ist für Haushalte und Industrie dimensioniert (nicht für den Verkehr). Eine daraus folgende Demotorisierung wird von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt, da sie gravierende wirtschaftliche Folgen hat. Wirtschaftlicher Erfolg und bezahlbare, jederzeit verfügbare Energie sind überhaupt erst das Fundament für effektiven Umweltschutz – wie historische Negativbeispiele (wie die DDR) eindrucksvoll gezeigt haben. Als Verein stehen wir allen Technologien offen gegenüber. Jede Technologie hat Vor- und Nachteile, doch die physikalische Basis muss technisch korrekt formuliert werden. Wir setzen auf marktwirtschaftliche Lösungen, damit Ingenieure Angebote entwickeln können, die sich an den realen Bedürfnissen der Kunden orientieren.Da viele Kritiker die langfristigen Konsequenzen gar nicht überblicken, suchen wir den offenen, wertschätzenden Dialog. Wir wollen einen ehrlichen, menschenzentrierten Umweltschutz, bei dem alle mitmachen können und der die Grundbedürfnisse der Menschen respektiert.
i) Bei HVO kommt doch immernoch CO2 hinten raus. Dann ist das doch nicht klimafreundlich?
Klimafreundliche synthetische Kraftstoffe basieren auf dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft – einem geschlossenen Zyklus, wie wir ihn überall in der Natur finden. Der Kohlenstoff an sich ist dabei nicht das Problem; entscheidend ist seine Herkunft. Er darf nicht aus uralten fossilen Quellen stammen und zusätzlich in die Atmosphäre gelangen. Dann ist der CO2-Kreislauf zeitlich durchbrochen. Das CO2, das bei der Nutzung freigesetzt wird, muss zuvor gebunden worden sein – ein Prinzip, das bereits der renommierte Ingenieur und Buchautor Wolfgang Maus maßgeblich seiner beschrieben hat. Rund zehn Prozent des deutschen Grünstroms werden heute bereits auf ähnliche Weise (z. B. über Biomasse) erzeugt. Es ist egal, ob der thermodynamische Prozess unter Motorhaube oder am Stadtrand stattfindet. Verbrennung-Prozesse machen cirka 80% der weltweiten Energiewandlungen im Bereich der Primär-Energie aus. Man kann sie nicht substituieren. Sie sind auch nicht zwingend klimaschädlich. Aus diesem Grund sollte der Begriff „Dekarbonisierung“ unbedingt vermieden werden und stattdessen der Begriff Defossilisierung eingesetzt werden. Eine völlig kohlenstofffreie „dekarnonisierte“ Welt wäre biologisch und technisch gar nicht lebensfähig. Ein einfacher Vergleich verdeutlicht das: Auch wir Menschen selbst sind Teil eines solchen CO2-Kreislaufs. Wir nutzen die Energie eines Apfels, der kurz zuvor am Baum durch CO2-Aufnahme aus der Atemluft gewachsen ist.
Allgemein: Die meisten Tankpunkte auf der Karte haben einen Zapfhahn für PKW (schätzungsweise 80-85%). Den sollte man als PKW-Fahrer vorzugsweise auch nutzen. Die Aufteilung ist aber auch länderabhängig. So kann es z.B. in England und Frankreich vorkommen, dass man in seinem Umfeld nur ein LKW-Angebot findet. Auch in Deutschland findet man in Autobahn-Nähe sehr viel HVO Angebote von ARAL, die aber an LKW-Säulen vertankt werden. Wie kann man das tun mit dem PKW?
Vorwort:
- Im folgenden beschreibe ich, als Ersteller der Karte, mein eigenes Vorgehen, ohne dafür Werbung zu machen. Was und wie Sie tanken entscheiden Sie eigenverantwortlich. Das muss ich leider so dazuschreiben!. Es handelt sich um einen Erfahrungsbericht.
Grundsätzlich gilt:
- Auch wenn der ein oder andere zu Beginn skeptisch ist:. Ich hatte bei keinem PKW ein Probleme ihn an einer LKW-Station zu befüllen. In allen Fällen liess sich der Tankvorgang einfach und problemlos durchführen.
- Wichtiger Hinweis: Manche LKW Stationen brauchen eine Flottenkarte. Diese Information finden Sie in den Icon-Infos.
- Den HVO von Truck-Stationen verträgt auch der PKW….Die gesetzliche Kraftstoffnorm DIN EN 15940 gilt für PKW- und LKW-Kraftstoff.
Vorgehensweise:
- Ältere Fahrzeuge, vor Bj 2015, haben oftmals einen großen Tankstutzen, der problemlos auch mit der LKW-Zapfpistole kompatibel ist (siehe Bild). Der Zapfhebel wird vorsichtig (1-2 Millimeter) betätigt, damit nicht mehr Kraftstoff als sonst herauskommt. Da der Hebel sehr schwergängig ist, ist ein zu schneller Ausfall leicht zu vermeiden. Die Abschaltfunktion funktioniert zuverlässig ohne überschwappen.
- Neuere Fahrzeuge (nach Bj 2015) habe ich mit einem Trichter befüllt. In diesem Fall funktioniert die Abschaltautomatik nicht. Man muss das Tankvolumen kennen und sollte möglichst nicht volltanken. Ansonsten schwappt über das Sicherheitsventil ein bisschen heraus. HVO ist biogen. Also ist das kein allzu großes Problem (Gefahrenklasse 1). Meiner Erfahrung nach lässt sich ein Überschwappen leicht vermeiden.
- Kanister-Methode: Zu Beginn hab ich auch schonmal mit dem LKW-Rüssel einen Kanister befüllt. Das ist die etwas „unscheinbarere“ Methode für schüchterne Menschen!
- Im Zweifel informierte ich vorher die Kasse. Es hatte bisher niemand etwas dagegen, wenn ich an der LKW-Zapfsäule getankt habe. Ein schlechtes Gewissen hatte ich auch nicht, da ich weiß, dass einige Tankstellenbesitzer es ganz genauso machen.
Zum Adapter:
- Das unten abgebildete Fahrzeug (Range Rover Evoque Bj 2022) hatte einen passenden Adapter schon im Bordwerkzeug. Ähnliche Produkte findet man im Internet oder bei ATU oder Norauto. Einen Trichter als 3D-Druckdatei findet man unter diesem Link.


Mitte: Betanken des Range Rover Evoque L551 mit Trichter (nach Bj 2015)
Aufs Bild klicken zum vergrößern
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Oben: Der Befülladapter aus dem Landrover-Bordwerkzeug ist in ähnlicher Form bei A.T.U und im Internet erhältlich.
Alle Abbildungen: eFuelsNow e.V.
Allgemein: Generell erreicht HVO100 den größten Kosten-Nutzen-Impact hinsichtlich CO2-Einsparung pro Euro und pro Zeit. Das ist ja auch logisch, da man auf Bestandstechnik bei Fahrzeug und Infrastruktur zugreifen kann. Natürlich ist fossile Energie immer am günstigsten. HVO bewegt sich aber in den meisten Ländern auf einem bezahlbaren Niveau, nur unwesentlich höher als Standarddiesel.
Kostenrechnung: Bei der Gesamtkosten-Kalkulation muss man berücksichtigt werden, dass Fahrzeug und Fuhrpark weitergenutzt werden können. Außerdem sind es lediglich CENT pro LITER…. Wie wenig das in Wirklichkeit ist, zeigt eine Rechnung des ADAC siehe Link. Der Aufpreis liegt zwischen ca. 5,62Euro pro Monat und 6,75Euro/Monat. Das ist deutlich billiger als ein neues Auto. Außerdem wurde ein Worst-Case-Szenario berechnet. Selbst bei einem total überzogenen und unrealistischen Aufpreis von 50cent pro Liter ergibt der Preisaufschlag lediglich 31,25Eu/Monat (bei 15.000km Jahreslaufleistung). Man bedenke, dass HVO einer Motorversottung entgegenwirkt. Ein durch fossilen Diesel erforderliches neues AGR kann schnell mal 800 Euro kosten.
Preise an der Tankstelle: Ungefähre Preise finden Sie in der Übersicht unten. Dabei sind unkalkulierbare Preis-Anstiege, aufgrund politischer Krisen (u.ä.) natürlich nicht berücksichtigt.



HVO100 war in Italien teilweise sogar günstiger als normaler B7 Diesel und Beimischungen. In letzter Zeit liegt der Preis auf gleichem Niveau. Beide Bilder stammen aus Ligurien (Savona und Ventimiglia), Mai 2024. Abbildungen: eFuelsNow

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Icon Links: Zapfsäulenübersicht (PDF)
Wie erkenne ich HVO? HVO100 ist meistens relativ einfach zu erkennen. Aber bei den Beimischungen ist das schon schwieriger. Auch ein „Diesel B7“ kann ein hochprozentiger HVO-Blend sein. Bevor Sie regelmäßig HVO Tanken sollten Sie UNBEDINGT dieses Dokument durchgeblättert haben. Vor allem die Seite 2 ist ganz besonders wichtig, da sie die Erkennungsmerkmale nochmal visuell zeigt! Klicken Sie dazu auf das linke Icon. Das Dokument enthält außerdem eine länderspezifischer Übersicht mit Fotos sowie eine tabellarische Angebotsübersicht.

Icon Rechts: 3D-Bildergallerie (PDF)
Ein bisschen Spielerei und was fürs Herz;-). Mit Hilfe der Google-3D-Ansicht kann man sich schonmal auf die Urlaubsreise vorbereiten und ansehen, wie die HVO-Station direkt Vor-Ort aussieht. Sehr viele Tankstellen lassen sich wie mit einer Drohne anfliegen. Eine „Weg-Beschreibung“ in die virtuelle 3D-Welt finden Sie in der „Wegbeschreibung“ unten. Von dort aus gelangen Sie auch in Google-Streetview und sehen Fotos von den HVO-Stationen Die Google-3D-Ansicht funktioniert nur mit dem PC oder Laptop. 3D-Bilder findet man aber auch im PDF und unterhalb dieses Textes (Anklicken zum vergrößern).

















